Kenting, die Sehnsucht nach einem tropischem Urlaub

Kenting ist wohl der Hotspot, um seine Sehnsucht nach Sonne, Strand, türkis-blauen Meer und faszinierender Natur zu befriedigen.  Die Gegend wird nach einer der größten Attraktionen benannt, dem Nationalpark Kenting und liegt in der Region Pingtung.

Dank meines bis zu dem Zeitpunk günstig gelegen Stundenplans war es Laura und mir bereits möglich am Donnerstag abend direkt nach der Uni in den Zug zu springen. Ich habe euch noch gar nicht meine Niederländerin Laura vorgestellt! Ebenso wie ich ist sie Austauschstudentin für das Semester und studiert Management, also Wirtschaftswissenschaften. Da ihr Zimmer direkt neben meinem liegt, fällt es mir schwer ihr aus dem Weg zu gehen 😉

Zurück zum Urlaubsparadies: Von der nächsten Stadt namens Kaoshiung (steht ebenfalls auf der To-Do Liste) sind wir dann in den Bus gestiegen. Für 300TWD (ca 8€) verbrachten wir die nächsten 2,5h im Bus. Was mich jedes Mal aufs Neue begeistert, sind die großen Sitze (deutsche erste Klasse Verhältnis), ausgestattet mit USB-Steckdosen und natürlich (4G!) WLAN. Zu unserer Freude lag unser Hostel direkt auf der gegenüberliegenden Seite Endhaltestelle, was kann man sich sonst wünschen?

Das Hostel war recht neu, gut ausgestattet und bis auf das Gemeinschaftsbad sauber. Aber so schön die Unterkunft auch sein mag, viel Zeit verbringt man da für gewöhnlich nicht. Daher machten wir uns noch am ersten Abend auf die Nightmarket-Boulevard, wie ich sie betitele. Entlang der breiten Hauptstraße hangelt sich ein Stand an dem nächsten. Die Stände unterscheiden sich aber nur unwesentlich von anderen Nightmarkets, dafür sind die Preise an die Touristen angepasst. Über einen spezielle Stand sind wir jedoch gestolpert: einem Fried Oreo/Snickers/Twix Stand, dieser wurde im Nachhinein zu Lauras Lieblingsstand gekürt. Ich verstehe immer noch nicht ganz, wie man auf die Idee kommt eine Kalorien-Zuckerbombe mit einem Teig zu ummanteln um ihn anschließend zu frittieren… Aber natürlich habe ich diese “Delikatesse” probiert und musste gestehen, dass geschmolzene Schokolade mit Erdnüssen gar nicht mal schlecht schmeckt. Somit erklärte sich auch der zweite Stand direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite.

Den nächsten Tag haben wir uns einen Scooter geschnappt, wobei auch hier wieder nach unserem internationalen Führerschein gefragt wurde. Den hatte Laura jedoch in Tainan vergessen und ich hatte mir in Deutschland keinen Ausstellen lassen. Man erhält das Gefühl, dass diese Frage standardmäßig gestellt wird, wobei die Antwort daraufhin keine Rolle spielt. Meinen Führerschein musste ich kein einziges Mal zücken, da ich mich zudem stur stellte meinen Reisepass oder Perso aus den Händen zu geben, akzeptierten sie auch meine Versicherungskarte als Pfand.

Den ersten Tag haben wir klassisch am Strand verbracht und haben uns da gemeinsam mit zwei Chinesinnen einen Sonnenschirm geteilt. Im Gespräch fragten die beiden uns, ob wir bereits in China waren, woraufhin wir die Frage verneinten. Mit der Antwort der Mädels hatten wir jedoch nicht gerechnet, als sie uns erwiderten “Achso, also seid ihr zum ersten Mal in China!”. “In China…”  nun ja ich glaube die Taiwaner sehen das hier ein wenig anders.

Am nächsten Tag stießen zwei Freunde, die wir von der Uni kennen zu unserem Wochenendausflug dazu. Johanna ist Chinesin und verbringt wie wir ein Semester an der NCKU und Danny ist gebürtiger Taiwaner und trägt dazu bei, dass wir ein wenig die taiwanische Kultur zu verstehen und zu sehen bekommen. Neben dem National Park besuchten wir unter anderem den südlichsten Punkt Taiwans. Dieser war jedoch relativ unspektakulär, aber es hielt die Reisebetreiber nicht davon ab ihre Chinesischen Tourigruppen da abzuladen.

Zu viert machten wir uns auf den Weg mit unseren Mopeds zum National Park Kenting. Dieser bietet viel schöne Flora und Fauna, verwinkelte Wege und Höhlen, die man durchlaufen kann und wo man Fledermäuse treffen kann. Aber überzeugt euch am besten selbst:

 

An unserem letzten Abend haben wir es uns nochmal kulinarisch richtig gut gehen lassen. In Taiwan und prinzipiell Asien ist es recht üblich sein Essen zu teilen. Das heißt man bestellt verschiedenes Gemüse, Fisch, Fleisch, Reis oder Nudeln und keine fertige Portion. Der Hunger war groß und die Preise des Restaurants klein, also bestellten wir worauf wir Appetit hatten: Bratreis, Wasserspinat, zarter Fisch, Nudeln sowie Rindfleisch alles war dabei. Leider haben wir diesen Moment vor lauter Hunger nicht festgehalten, so dürft ihr nun ein wenig eure Fantasie nehmen und euch das köstliche Essen wie aus “Tischlein Deck-Dich” vorstellen.

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